Diamond Beach Island

Diamond Beach Island

Als wir bei unserer Planung vom sogenannten Diamond Beach Island gelesen hatten, dachten wir uns, na gut, das liegt ja auf der Strecke. Als wir dann dort waren, haben wir sofort verstanden, warum der Diamond Beach eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Island ist. Wir durften bei unserer Tour zum Strand unglaublich viele Eisbrocken auf dem Strand sehen, die in verschiedenen Formen, Farben und Größen dort liegen. Viele dieser Eisbrocken waren sogar größer als unser Geländewagen.

Noch ein schwarzer Vulkansandstrand auf Island

Der Diamond Beach ist genauso wie der ebenfalls bekannte schwarze Strand von Vik ein Vulkansandstrand. Der schwarze Sand hat seinen Ursprung aus den vulkanischen Aktivitäten und damit aus der Zusammensetzung der Gesteine. Überwiegend handelt es sich bei den schwarzen Stränden um Lava und vulkanischer Asche. Daneben besteht ein Anteil des Sandes aus Basalt, das zuvor als Magma vorhanden war.

Diamond Beach Island Marie

Weltweit gibt es zahlreiche schwarze Sandstrände, die von der Aktivität von Vulkanen herstammen. Wir durften beispielsweise auf den kanarischen Inseln schon einige Male diese wunderschönen schwarzen Strände genießen. Dort ist besonders angenehm, dass auch an nicht so warmen Tagen der schwarze Sand sich schön aufwärmt und man damit eine angenehme Wärmequelle hat, auf der es sich gut liegen lässt.

Auf Island ist das eher nicht der Fall. Und da wir im Winter am Diamond Beach waren, war davon natürlich auch nichts zu spüren. Das Zusammenspiel von glitzernden Eis auf schwarzen Sand begründet die faszinierende Kulisse und die magischen Perspektiven.

Warum liegen Eisberge am Diamond Beach auf Island?

Warum Eisberge am Strand auf Island?Das Eis am Diamond Beach stammt ursprünglich vom mächtigen Gletscher Vatnajökull in der Region Austurland. Von dessen Gletscherzunge Breidamerkurjökull brechen stetig riesige Eisberge ab, die dann in den See Jökulsarlon fallen.

Hierbei handelt es sich um die berühmte Gletscherlagune und gleichzeitig den tiefsten See auf ganz Island. Der Gletschersee ist mit dem Meer durch einen schmalen und kurzen Fluss verbunden, welcher für eine Strömung im See sorgt. Immer wenn diese Strömung in Richtung Meer zieht, werden die zahlreichen Eisberge durch den Fluss auf das Meer hinausgezogen. Viele dieser Eisberge werden dann im Anschluss vom Meer zurück an Land gespült, die dann am Diamond Beach sich wieder finden.

Fluss Gletscherlagune Jökulsarlon Brücke

Die Gletscherlagune und der Diamond Beach sind das Ergebnis von ein und derselben Naturquelle, nämlich vom kalbenden Gletscher Vatnajökull. Für Besucher ist der Besuch des Diamond Beach und der Gletscherlagune Jökulsarlon eines der spektakulärsten Ausflüge, die man auf Island erleben kann*.

Besonders angenehm fanden wir, dass diese beiden atemberaubenden Sehenswürdigkeiten praktisch genau nebeneinander liegen. Dadurch ist ein Ausflug hier sehr angenehmen und einfach ohne viel Aufwand möglich.

Falls in den wärmeren Monaten auf Island bist, dann kannst du diese spektakuläre Landschaft auch mit einem Tagesausflug von Reykjavik aus besuchen. Eine sehr gute Tour zur Gletscherlagune und dem Diamond Beach kannst du hier buchen*.

Falls du in den Wintermonaten vor Ort bist, dann darfst du beim Besuch des Strandes eine Gletscherhöhlenwanderung nicht verpassen. Gute Touren von Jökulsárlón aus findest du hier*.

Unterschiedliche Farben der Eisberge am Strand

Bereits in der Gletscherlagune sind uns die vielen verschiedenen Farbtöne der Eisberge aufgefallen. Viele schimmern in den Farben von türkis bis blau. Dabei haben sie eine milchige Erscheinung, wodurch diese Eisberge noch beeindruckender erscheinen. Daneben weisen die Eisberge auch schwarze Stellen auf. Einige große Eisberge sind sogar überwiegend schwarz.

Eisbrocken Diamond Beach Farben

Bei den Eisbrocken auf dem Diamond Beach bieten diese unterschiedlichen Farben, dann ein herrliches Schauspiel. Insbesondere die mächtigen und großen, milchig blauen Eisberge haben uns hier beeindruckt. Aber auch die etwas kleineren, glasklaren und transparenten Eisbrocken sehen fantastisch aus.

Wir hatten bei unseren Aufenthalten am Diamond Beach großes Glück mit dem Wetter und so hatte die Sonne den gesamten Strand in ein schönes Licht getaucht. Dadurch durften wir sehen, wie diese Eisformationen in der Sonne funkelten und das Sonnenlicht reflektieren. Hierbei bieten die klaren, transparenten Eisbrocken natürlich das spektakuläre Lichtspiel. Das sind die Eisbrocken am Strand, die vermutlich für die Namensgebung verantwortlich sind. Denn diese glasklaren Eisbrocken funkeln auf dem Schwarzen Sand wirklich wie Diamanten.

Diamanten Eis Beach Island

Die schwarzen großen Eisberge, die wir noch in der Lagune sahen, hatten wir am Strand dann nicht mehr gesehen. Hier gab es dann höchstens blaue Eisbrocken, die an einigen Stellen schwarze Stellen aufwiesen. Hierbei handelt es sich wohl um vom Eis eingeschlossenen Vulkansand.

Dauer Besuch Diamond Beach Island

Wir haben einige Island Besucher auf unserer Reise erlebt, die es stets sehr eilig hatten. Der Grund dafür war für uns einleuchtend. Denn viele nutzen Island nur als Zwischenstopp zwischen Europa und Amerika. Andere wiederum haben ihre Island Rundreise vollgepackt mit Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten, bei jedoch einer vergleichbar kurzen Reisezeit.

Gerade Island kann Reisende schnell dazu verleiten, zu viele Reiseziele in zu kurzer Zeit abhaken zu wollen. Denn spektakuläre Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und atemberaubende Landschaften sind auf Island wirklich in großer Anzahl überall auf der Insel zu sehen. Der Diamond Beach gehört gerade auch in Kombination mit der Gletscherlagune von Jökulsarlon zu den Landschaften, bei denen man eintauchen muss. Zu einzigartig, dynamisch und spektakulär ist dieser Ort, um nur einige wenige Stunden hier zu verbringen.

Diamond Beach Iceland Iceberg

Wir haben zum Diamanten Strand mehr als nur eine Tour unternommen. Dabei handelt es sich hierbei, um genau zu sein, um insgesamt zwei Strände, die von dem Fluss aus der Gletscherlagune voneinander getrennt sind. Der Strand, der links von der Gletscherlagune aus liegt, ist dabei der deutlich aufregendere Strand. Hier liegen viel mehr Eisbrocken am Strand und auch im Meer direkt vor dem Strand.

Wir sind bei unseren Besuchen die Strände jeweils abgelaufen und haben einerseits die Eisbrocken bewundert und auch zahlreiche Fotos geschossen. Darüber hinaus ist auch das Beobachten der Brandung und das Aufschlagen der Wellen auf denen in der Brandung liegenden Eisblöcken wunderschön zu sehen. Hier haben wir uns wirklich Zeit gelassen, um diesen wunderschönen Strand zu genießen. Insgesamt denken wir, dass man für diese Sehenswürdigkeiten auf Island locker einen ganzen Tag einplanen kann.

diamond beach brandung eis

Reisezeit Diamond Beach

Welche die beste Reisezeit für den Diamond Beach ist, ist eigentlich unerheblich. Sowohl im Sommer als im Winter kann man hier wunderschöne Motive und Aussichten erleben. Da das Wetter auf Island so seine Tücken hat, kann hier zu jeder Jahreszeit das Wetter einen Besuch einschränken.

Wir haben unsere Ausflüge zum Diamond Beach im Winter im Monat Februar unternommen. Der Strand war bei unseren Besuch übersät mit Eisbrocken in allen Größen und Farben. Wir haben uns sagen lassen, dass die Anzahl der Eisbrocken im Sommer deutlich geringer sein soll und auch die Größe des Eises viel kleiner sein soll.

Wir können aus unserer Reiseerfahrung den Winter auf jeden Fall für einen Besuch des Strandes empfehlen. Denn auch im Winter kann, wie wir häufig erlebt haben, die Sonne scheinen und damit beste Bedingungen für Ausflüge und Touren in die Region herrschen*.

eis schwarzer sand strand island

Anreise Diamond Beach Island

Für Tagesausflüge von Reykjavik aus, ist der Diamond Beach etwas weit entfernt. Die Fahrt hierhin dauert etwa fünf Stunden. Da Tagesausflügler den Weg nach der Besichtigung auch wieder zurückfahren müssen, wären das etwa 10 Stunden, die man im Auto oder im Bus an einem einzigen Tag verbringt. Auch wenn wir das niemanden empfehlen, gibt es nicht wenige Touristen, die solche Strapazen auf sich nehmen.

Wir sind von unserem Hotel im Golden Circle morgens in Richtung Ostisland gefahren. Dabei haben wir noch zahlreiche spannende Sehenswürdigkeiten im Süden von Island besichtigt. Die reine Fahrtzeit vom Wasserfall Gullfoss bis zum Diamond Beach ist beinahe genauso lang wie die Anreise von Reykjavik aus.

Der Vorteil, den wir gegenüber Tagesausflüglern jedoch hatten, war in erster Linie, dass unser Hotel in der Region des Strandes lag. Daher mussten wir den Weg auch nicht mehr zurückfahren, sondern konnten im Anschluss des Besuchs am schwarzen Diamanten Strand entspannt in unser Hotel bei Höfn* fahren.

Der Diamond Beach liegt übrigens direkt neben der Ringstraße von Island. Man kann daher den Strand daher also kaum verpassen.

anreise island Vatnajökull

Parken am Diamond Beach

Für uns war das Parken hier kein Problem. Einerseits waren wir im Winter auf Island, wodurch nur wenig Reisende unterwegs waren und andererseits gibt es hier insgesamt gleich drei Parkplätze. Der Hauptparkplatz ist der östlich gelegene Parkplatz am Strand. Wir hatten diesen auch gewählt, da der Strand hier deutlich größer ist und dort auch viel mehr Eisbrocken lagen.

Wer auch die Gletscherlagune besichtigen möchte, kann direkt auf dem Parkplatz am Jökulsarlon See parken. Von dort aus zum Strand ist allerdings ein kleiner Spaziergang notwendig.

Strände auf Island und die Sicherheit

Sicherheit beachten am StrandIsland liegt hoch im Norden im Nordatlantik. Die Gegebenheiten sind hier deutlich rauer, als dies beispielsweise im Mittelmeer der Fall ist. Sehr starke Wellen und Strömungen können an den Stränden jederzeit eine Gefahr für unvorsichtige Urlauber darstellen.

Insbesondere der Schwarze Sandstrand Reynisfjara bei Vik kann für waghalsige Touristen lebensgefährlich sein. Hierbei sind es gerade die sogenannten Sneaker-Wellen, die Touristen, die zu nah an das Wasser herangehen, das Leben kosten können. Im Internet kursieren dementsprechend viele Videos, die eindrücklich zeigen, was passiert, wenn man nicht aufpasst.

Am Diamond Beach sind es nicht in erster Linie die Wellen, die gefährlich sind. Hier sind es die wunderschönen Eisberge, die immer wieder Übermütige dazu verleiten, ihr Leben zu riskieren. Denn auf einem dieser Eisberge zu klettern kann schwere Verletzungen nach sich ziehen, da die Oberfläche rutschig ist und viele scharfe Kanten besitzt. Noch gefährlicher ist es, auf Eisberge zu steigen, die sich bereits im Wasser befinden. Diese Eisberge können sich auch bewegen und dafür sorgen, dass man ins Wasser fällt und vom Eisberg überrollt wird.

Big iceberg Iceland beach

Wir sind auf unseren Reisen immer wieder überrascht, welche Risiken Menschen für ein Selfie auf sich nehmen. Ob ein Sprung auf eine treibende Eisscholle oder das Posieren nah am Abhang. Solche Bilder waren noch nie bewundernswert und sind aus unserer Sicht einfach nicht schön. Die Natur selbst ist das Beeindruckende und sieht ohne riskante Urlauber auch viel besser aus.

Naturschutzgebiet für Vögel

Was die meisten Besucher vom Diamond Beach nicht wissen ist, dass der Strand auch ein wichtiges Naturschutzgebiet für Vögel ist. Hier nisten unter anderem die Küstenseeschwalbe
und die großen Raubmöwen.

Insbesondere die Küstenseeschwalbe kann mit Superlativen aufwarten. Diese Vögel gelten als Vogelart, welche die längsten Zugstrecken zurücklegen. Denn diese Vögel nisten hoch im Norden in der Arktis und überwintern jedoch in der Antarktis. Auf dem Weg vom hohen Norden in den antarktischen Süden fliegen sie fast einmal um die Erde.

Die großen Raubmöwen besitzen im Vergleich zu den hier bekannten Möwen ein deutlich dunkleres Gefieder und sind auch deutlich kräftiger und größer.

Ice chunk sea iceland beach

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten am Diamond Beach

Der Besuch des Strandes selbst ist bereits eine spannende Aktivität.
Wer auf der Jagd nach spektakulären Bildern ist, wird hier mit unglaublichen Fotomotiven belohnt. Daher lohnt es sich, gut ausgerüstet zum Diamond Beach zu fahren.

Neben dem Diamond Beach ist der Besuch der Gletscherlagune Jökulsarlon ein Must-see.
Hier bieten sich weitere Möglichkeiten für spannende Aktivitäten. Speziell im Sommer sind Bootstouren auf dem See eine aufregende Aktivität*.
Im Winter kann man von hier aus zu sehr aufregenden Besichtigungen der Eishöhlen auf dem Gletscher Vatnajökull aufbrechen*.

Eishöhle Gletscher Vatnajökull Marie

Diamond Beach Island Hotel

Das passende Hotel am Diamond Beach zu finden, war für uns eine größere Herausforderung. Denn das Angebot der Übernachtungsmöglichkeiten ist hier eingeschränkt.

Zuallererst gibt es kein Hotel in direkter Nachbarschaft zum Strand. Wir haben bei unserer Auswahl für ein Hotel in der Umgebung natürlich noch einige Wünsche, die viele Hotels hier gar nicht bedienen. Zum Beispiel ein Zimmer mit eigenem Bad, Parkplatz und Frühstück. Bereits diese Kombination hinsichtlich des Services und der Ausstattung führt dazu, dass die Auswahl an passenden Unterkünften deutlich verringert ist.

Wir hatten uns schlussendlich für ein Hotel in der Nähe von Höfn und Stokksnes entschieden. Unser Hotel, das Fosshotel Vatnajokull* liegt spektakulär in einer Ebene vor dem Gletscher Vatnajökull weit außerhalb anderer Ortschaften.

Wir hatten hier ein wirklich schönes Zimmer und sehr gutes Essen genossen. In der winterlichen schneebedeckten Umgebung war es herrlich einsam und wir fühlten uns wie am Ende der Welt. Der Blick direkt aus dem Hotel in die schier endlose Landschaft allein war bereits ein schönes Erlebnis.

Diamond Beach Island Hotel

Aufgrund des einsamen Standortes des Hotels gibt es praktisch auch keine Lichtverschmutzung in der Umgebung, wodurch das Hotel ideal ist, um Nordlichter zu sichten. Wir hatten genau hier an diesem Ort riesiges Glück und haben uns hier den Wunsch erfüllt, die Nordlichter zu sehen.

Fazit Diamond Beach Island

Wer eine Island Rundreise unternimmt oder die Route durch den Süden bis zum Osten nach Austurland fährt, kommt auch am Diamond Beach vorbei. Der Diamond Beach und die dazugehörige Jökulsarlon Gletscherlagune gehören zu den spektakulärsten und atemberaubendsten Landschaften überhaupt auf Island. Hier bekommt man herrliche Eindrücke der nordischen Landschaft hoch oben im Arktischem Ozean.

Für uns waren die Besuche des Diamond Beach auf Island unvergesslich und wir werden definitiv wiederkommen. Denn satt sehen an dieser Natur Sehenswürdigkeit kann man sich praktisch nicht.

Scroll to Top